Praktikum/Komplexpraktikum Interaktion in Robotik-Kunst und Künstlichen Welten
Praktikum/Komplexpraktikum in den Studiengängen Medieninformatik und Informatik
Lehrbeauftragte:
Umfang: 4 SWS Praktikum
Notwendige Vorkenntnisse
- Interesse am kreativen Einsatz von Computern, Sensoren und mobilen Robotern
- Kenntnisse in 3D-Computergrafik und Künstlicher Intelligenz (maschinellem Lernen, Logik-Programmierung für Agenten, Bildverarbeitung, mobile Robotik) erwünscht
Literatur
Zusammenfassung
Computer werden von Künstlern bereits in vielfältiger Art und Weise als technische Hilfsmittel verwendet. Um dabei nicht nur auf bestimmte Standardanwendungen beschränkt zu sein, regen wir an, dass Künstler in die Lage versetzt werden sollen, selbst zu programmieren, um so Verfahren der Künstlichen Intelligenz und des Computer-Sehens als integierten Bestandteil im kreativen Prozess einsetzen zu können. Besonderen Schwerpunkt möchten wir dabei auf die Realisierung von Interaktion in realen Welten, wie zum Beispiel mit Hilfe von Kameras und abstandsmessenden Sensoren in Robotik-Kunst-Installationen, aber auch in künstlichen, simulierten Welten, wie zum Beispiel, kreativen Computerspielen, legen. In diesem Komplexpraktikum sollen die nötigen Kenntnisse aus der Sicht der Informatik vermittelt und in Kleingruppenprojekten angewendet werden.
Ziele
- Vermittlung von Verfahren und Kenntnissen aus der Künstlichen Intelligenz, die von künstlerisch interessierten Studenten für Computer-Kunst-Anwendungen und -Installationen genutzt werden können
- Fokussierung auf Interaktion in Robotik-Kunst und Künstlichen Welten mit Hilfe von Sensoren und Kamera-basierter Verfolgung in realen Welten und von simulierter Wahrnehmung in künstlichen Welten
- Behandlung von Aspekten der Kreativität mit Hilfe von Optimierungsverfahren (der Rechner schlägt dem Nutzer unerwartete, `kreative' Lösungen vor) bzw. dem Lernen durch Beobachten (in der Robotik Lernen durch Imitation genannt)
- Präsentation der besten Arbeiten bei einer lokalen Computer-Kunst-Ausstellung, zum Beispiel bei CYNETart CYNETart der Trans-Media-Akademie Hellerau
- Vorantreiben von interdiszplinärem Denken und Arbeiten zwischen Studenten und Mitarbeitern des Nebenfachs Kunst & Gestaltung und dem Institut für Künstliche Intelligenz
- Ausweitung des Lehrangebots für Medieninformatik-Studenten um Inhalte, die nicht auf herkömmliche digitale Medien wie Audio, Video, Print beschränkt sind
- Weiterverwendung der entstandenen Arbeiten zu Künstlichen Welten innerhalb des Instituts für Künstliche Intelligenz zur Implementierung von logikbasierten Multi-Agenten-Systemen, zum Beispiel der Visualisierung von komplexen Anwendungsszenarien, wie sie bei Interaktion mit Nutzern und anderen simulierten Agenten entstehen (damit Bezug zur aktuellen Forschung in Michael Thielschers Gruppe)
- Anwendung von Verfahren zur kamerabasierten Verfolgung, Lokalisierung und Kartierung, ursprünglich entwickelt für Anwendungen in der mobilen Robotik, zur Interaktion mit Nutzern in Computer-Kunst-Installationen (damit Bezug zur aktuellen Forschung in Steffen Hölldoblers Gruppe)
Lehrplan
- Überblick über historische und aktuelle Entwicklungen auf den Gebieten der Robotik-Kunst und der Künstlichen Welten sowie der Sensor-basierter Interaktion in Computer-Kunst-Installationen
- Wahrnehmung, Lernen und Kreativität in Künstlichen Welten
- Sensor-basierte Interaktion in der Robotik-Kunst
- Kamerabasierte Verfolgung
- Entwicklung anwendungsspezifischer Sensoren und deren Programmierung, zum Beispiel mit VRIB, dem Virtual Reality Interaktionsbaukasten
- Anwendung der vorgestellten Techniken in Kleingruppen-Projekten
Bemerkungen:
- Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt auf 12 Studenten. Wir behalten uns vor, die Teilnehmer bei zu großer Nachfrage auszuwählen. Wenn Sie sich für die Lehrveranstaltung einschreiben möchten, wenden Sie sich bitte bis 10. Oktober 2005 an Axel Großmann.
Weitere Informationen: